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RSP Stimmungstafel #002

  • Writer: RSP
    RSP
  • Apr 1
  • 2 min read
1.Arcteryx Bird Head Toque Mütze, 2.Off-White™ c/o Victorinox Limited Edition Swiss Army Knife, 3.BREDA Pulse (Tandem) Silver, 4.Lifeline 2055 13 Piece Weather Resistant Survival Kit, 5.Entire Studios FLUFFY FLEECE V2, 6.+7.Sony Walkman ESP MAX D-E340 and Headphones , 8.ColdCulture V1 CARPENTER PANTS REALTREE WHITE, 9.OTTOLINGER Green Mesh Otto T-shirt Morph Camo, 10.Burberry Socken mit Karomuster, 11.Converse Geo Forma x A-COLD-WALL*, 12.Kyocera Finecam SL400R
1.Arcteryx Bird Head Toque Mütze, 2.Off-White™ c/o Victorinox Limited Edition Swiss Army Knife, 3.BREDA Pulse (Tandem) Silver, 4.Lifeline 2055 13 Piece Weather Resistant Survival Kit, 5.Entire Studios FLUFFY FLEECE V2, 6.+7.Sony Walkman ESP MAX D-E340 and Headphones , 8.ColdCulture V1 CARPENTER PANTS REALTREE WHITE, 9.OTTOLINGER Green Mesh Otto T-shirt Morph Camo, 10.Burberry Socken mit Karomuster, 11.Converse Geo Forma x A-COLD-WALL*, 12.Kyocera Finecam SL400R

In dieser Ausgabe der RSP-Stimmungstafel geht es um meine Wanderung im Wald letzten Winter. Ich habe ein paar Essentials mitgenommen, um vorbereitet zu sein, wie auf den Bildern zu sehen. Damals dachte ich noch, Vorbereitung sei alles.


Ziel meiner Reise war die Monotropa uniflora. Eine Pflanze, fast durchsichtig und geisterhaft, angeblich mit heilender Wirkung. Ich hatte wochenlang höllische Kopfschmerzen, nichts half. Kein Arzt, keine Tabletten, keine Ruhe. Bis mir meine Oma eine Heilpflanzenexpertin empfohlen hatte, aus ihrer Zeit bei der russischen Eisenbahn.

Es seien viele Menschen aus allen Teilen Russlands zu ihr gereist, nur um mit ihr zu sprechen. Alle nannten sie nur „Baba Lyuba“.

Ich war skeptisch, denn ich bin ein Mann der Wissenschaft. Allerdings war ich zu der Zeit auch ein Mann, der die Schmerzen satt hatte.

Die Reise nach Udmurtien war lang und kalt. Im Dorf angekommen musste ich sie finden, ohne Namen, ohne Adresse. Die Bewohner haben mich jedoch schnell zu ihr geführt. Es war, als hätten sie auf mich gewartet.

Durch eine seltsame Fügung hat sie mich empfangen. Man sagte, sie spreche nur mit Menschen, deren Seele sie als rein empfindet. Ich wusste nicht, ob ich das glauben sollte.

Sie erzählte mir, dass die Pflanze sehr selten sei und nur dort wachse, wo gierige Menschen ihre Ruhe gefunden haben. Man könne sie nicht bewusst finden, man müsse sich dem Wald ergeben, dann würde sie einen finden.

Ich verstand nicht viel davon, aber ich ging am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang los.

Ich irrte stundenlang durch den Wald. Ich habe einige Fotos geschossen und trotz der Kopfschmerzen die frische Luft und die Landschaft genossen. Es hatte etwas Beruhigendes.

Als es dunkler und kälter wurde, begann ich die Hoffnung zu verlieren. Die Schmerzen wurden schlimmer. Ich wollte gerade umkehren.

Dann sah ich sie.

Im letzten Licht der untergehenden Sonne stand die Pflanze vor mir, als würde sie mir den Weg zeigen. Sie war vollkommen sauber, kein Staubkorn berührte ihre Oberfläche. Sie schimmerte leicht bläulich. Es war unheimlich.

Trotzdem war ich entschlossen, diesem Schmerz zu entkommen. Ich schnitt sie vorsichtig ab und verzehrte sie.

Zuerst wurde mir übel, dann schwindelig. Ich musste mich setzen. Nach etwa fünfzehn Minuten verschwand der Schmerz vollständig.

Nicht nur der Schmerz. Es fühlte sich an, als wäre etwas von mir abgefallen.


Seitdem frage ich mich, ob ich die Pflanze gefunden habeoder ob sie mich gefunden hat.

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